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Korkwand selber machen: DIY-Anleitung

kurkmuur

Sie möchten eine Korkwand selber machen? Mit dem richtigen Wandkork, einem geeigneten Untergrund und einer sorgfältigen Vorbereitung können Sie eine komplette Wand, eine Akzentwand oder eine praktische Pinnwand mit Kork gestalten. Kork verleiht Räumen eine natürliche Optik und ist als Fliese, Platte, Rollenware und dekorative Wandverkleidung erhältlich.

In dieser Anleitung erklären wir Schritt für Schritt, wie Sie eine Korkwand anbringen, welcher Kork für welchen Zweck geeignet ist und worauf Sie beim Verkleben besonders achten sollten.

Korkwand selber machen – kurz zusammengefasst
  • Wählen Sie zuerst den passenden Kork für Ihre Anwendung.
  • Lassen Sie den Kork mindestens 48 Stunden im späteren Verlegeraum akklimatisieren.
  • Der Untergrund muss sauber, trocken, eben und geeignet sein.
  • Prüfen Sie, ob Sie vorgeklebten oder nicht vorgeklebten Kork verwenden.
  • Beachten Sie immer die Trocken-, Warte- und Verarbeitungszeit des Klebers.
  • Messen und schneiden Sie den Kork anschließend sorgfältig zu und drücken Sie ihn gleichmäßig an.

Warum eine Korkwand selber machen?

Eine Wand aus Kork kann dekorativ und funktional zugleich sein. Im Wohnzimmer oder Schlafzimmer eignet sie sich beispielsweise als natürliche Akzentwand. Im Arbeitszimmer, Büro oder Klassenzimmer kann daraus eine großflächige Pinnwand entstehen.

Für eine dekorative Wand finden Sie verschiedene Ausführungen unter Korkwände und Wandkork. Möchten Sie Fotos, Zeichnungen oder Notizen mit Reißzwecken befestigen, sollten Sie dagegen gezielt Kork wählen, der für Pinnwände vorgesehen ist.

Die charakteristische Zellstruktur von Kork kann je nach Produkt, Materialstärke und gesamtem Wandaufbau außerdem zu den akustischen und thermischen Eigenschaften einer Konstruktion beitragen. Die konkrete Wirkung ist immer von der jeweiligen Anwendung abhängig.

Welcher Kork eignet sich für eine Korkwand?

Welche Art von Wandkork sinnvoll ist, hängt davon ab, wie die fertige Wand aussehen und wofür sie verwendet werden soll.

1. Korkplatten und Korkfliesen für die Wand

Korkplatten und Wandfliesen eignen sich für Wände, die aus einzelnen Elementen aufgebaut werden sollen. Es gibt naturbelassene sowie dekorative Varianten in unterschiedlichen Strukturen und Oberflächen.

Im Sortiment für Wandkork und Korkwandverkleidungen können Sie die verschiedenen Möglichkeiten vergleichen.

2. Kork auf Rolle

Für größere durchgehende Flächen ist Kork auf Rolle eine praktische Möglichkeit. Die Rollenware lässt sich auf die benötigte Größe zuschneiden und ermöglicht je nach Rollenbreite große Flächen mit vergleichsweise wenigen Übergängen.

Beachten Sie jedoch den vorgesehenen Einsatzzweck. Dämmkork, Pinnwandkork und dekorativer Rollenkork können sich deutlich in Aufbau und Materialstärke unterscheiden.

3. Pinnwandkork

Wenn Sie aus einer kompletten Wand eine große Pinnwand machen möchten, wählen Sie am besten speziellen Pinnwandkork auf Rolle.

Die geeignete Materialstärke hängt unter anderem vom Untergrund und von den verwendeten Reißzwecken oder Pins ab. Wählen Sie deshalb nicht allein nach der Optik, sondern auch nach der gewünschten Funktion.

4. Korktapete und dekorativer Wandkork

Geht es hauptsächlich um die natürliche Oberfläche von Kork, kann Korktapete oder dekorativer Wandkork auf Rolle eine passende Alternative sein.

Diese Produkte sind eher für die dekorative Wandgestaltung gedacht und nicht automatisch für die Nutzung als Pinnwand geeignet.

Was benötigen Sie für eine Korkwand?

Die genaue Materialliste hängt von Korkprodukt, Untergrund und Klebesystem ab. Für eine verklebte Korkwand werden in der Regel folgende Dinge benötigt:

  • Korkplatten, Korkfliesen oder Kork auf Rolle;
  • ein geeigneter Korkkleber für den jeweiligen Untergrund;
  • Zollstock oder Maßband;
  • Bleistift;
  • lange gerade Leiste;
  • scharfes Cuttermesser;
  • gegebenenfalls eine Wasserwaage;
  • geeignete Kleberolle oder Werkzeug nach Kleberanweisung;
  • Andruckrolle zum gleichmäßigen Andrücken.

Unter Korkkleber und Befestigungsmaterial finden Sie unterschiedliche Klebstoffe. Entscheidend ist immer, dass Kleber, Korkprodukt und Untergrund zusammenpassen.

Korkwand selber machen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Kork auswählen und 48 Stunden akklimatisieren lassen

Entscheiden Sie zunächst, welche Funktion die Wand haben soll. Soll sie vor allem dekorativ sein, soll sie als Pinnwand dienen oder möchten Sie einen bestimmten akustischen Effekt unterstützen? Danach richtet sich die Wahl des Korkprodukts.

Lassen Sie den Kork anschließend mindestens 48 Stunden in dem Raum akklimatisieren, in dem er später angebracht wird. Öffnen Sie dazu die Verpackung und lagern Sie das Material im Verlegeraum.

Schritt 2: Untergrund vorbereiten

Die Wand muss sauber, trocken, eben und für die Verklebung geeignet sein. Entfernen Sie Staub, Schmutz und Fett und prüfen Sie die Oberfläche auf lose Stellen oder starke Unebenheiten.

Welche zusätzliche Vorbereitung erforderlich ist, hängt vom vorhandenen Untergrund und vom verwendeten Kleber ab.

Wichtig: Nicht jeder Korkkleber eignet sich automatisch für jeden Untergrund. Beton, Putz, Holzwerkstoffe und sehr glatte Oberflächen können unterschiedliche Klebesysteme erfordern. Prüfen Sie deshalb vor der Montage die Klebereignung.

Schritt 3: Prüfen, ob der Kork vorgeklebt ist

Bevor Sie Kleber auftragen, müssen Sie wissen, ob es sich um vorgeklebten oder nicht vorgeklebten Kork handelt.

Vorgeklebter Kork: Bei den vorgeklebten Varianten hat KorkOnline die Kleberschicht auf der Rückseite des Korks bereits vorbereitet. Sie tragen deshalb ausschließlich den mitgelieferten Kleber vollflächig auf den Untergrund auf. Tragen Sie keinen zusätzlichen Kleber auf die Korkseite auf.

Nicht vorgeklebter Kork: Bei der Verwendung von beidseitigem Kontaktkleber wird der geeignete Kleber vollflächig sowohl auf den Untergrund als auch auf die Rückseite des Korks aufgetragen.

Schritt 4: Kleber auftragen und Wartezeit einhalten

Tragen Sie den Kleber entsprechend den Anweisungen des jeweiligen Produkts auf. Bei nicht vorgeklebtem Kork und beidseitigem Kontaktkleber werden sowohl Kork als auch Untergrund vollständig eingeklebt.

Bei vorgeklebtem Pinnwandkork ist die Korkseite bereits vorbereitet. Hier wird nur noch der mitgelieferte Kleber auf den Untergrund aufgetragen.

Beachten Sie anschließend genau die vorgeschriebene Trocken-, Warte- und Verarbeitungszeit. Diese kann je nach Klebstoff unterschiedlich sein.

Schritt 5: Wand ausmessen und Kork zuschneiden

Messen Sie die Position jeder Bahn, Platte oder Fliese sorgfältig aus. Markieren Sie die Maße und kontrollieren Sie sie, bevor Sie schneiden.

Viele Korkrollen und dünnere Korkplatten lassen sich mit einem scharfen Cuttermesser zuschneiden. Verwenden Sie eine lange gerade Leiste als Führung und schneiden Sie kontrolliert auf einer geeigneten Unterlage.

Schritt 6: Position vor dem Verkleben genau bestimmen

Gerade bei Kontaktkleber muss die Position stimmen, bevor sich die beiden Klebeflächen berühren. Nach dem Kontakt ist eine Korrektur häufig nur noch sehr eingeschränkt möglich.

Markieren Sie deshalb bei Bedarf Hilfslinien und verwenden Sie eine Wasserwaage, bevor Sie die erste Bahn oder Platte ansetzen.

Schritt 7: Kork anbringen und gleichmäßig andrücken

Setzen Sie den Kork vorsichtig an der vorgesehenen Position an. Drücken Sie anschließend die gesamte Oberfläche gleichmäßig fest.

Mit einer Andruckrolle können Sie den Druck besser über die Fläche verteilen. Kontrollieren Sie während der Montage regelmäßig die Übergänge und achten Sie darauf, dass keine Bereiche lose bleiben.

Eine komplette Pinnwand aus Kork gestalten

Eine großflächige Pinnwand eignet sich beispielsweise für das Homeoffice, ein Arbeitszimmer, Büro, Klassenzimmer oder Kreativstudio. Statt eines kleinen gerahmten Boards steht Ihnen dadurch ein deutlich größeres Organisationsfeld zur Verfügung.

Wählen Sie hierfür gezielt Rollenkork für Pinnwände. Die benötigte Stärke richtet sich unter anderem danach, wie hart der Untergrund ist und welche Pins verwendet werden.

Bei KorkOnline sind sowohl nicht vorgeklebte als auch vorgeklebte Pinnwandkork-Varianten erhältlich. Bei der vorgeklebten Ausführung ist die Korkseite bereits mit Kleber vorbereitet.

Kann man Kork auf jede Wand kleben?

Viele stabile Innenwände lassen sich mit Kork verkleiden, doch der Untergrund muss für das gewählte Klebesystem geeignet sein. Eine trockene, saubere und ausreichend ebene Oberfläche bildet die Grundlage.

Bei sehr rauen, beschädigten, feuchten oder schwierig zu verklebenden Oberflächen kann eine zusätzliche Vorbehandlung notwendig sein. Nutzen Sie im Zweifel die Klebstoff-Beratung, um die Montage auf den vorhandenen Untergrund abzustimmen.

Häufige Fehler beim Anbringen einer Korkwand

  • Kork direkt nach der Lieferung montieren, ohne ihn 48 Stunden zu akklimatisieren;
  • auf einen staubigen, fettigen oder feuchten Untergrund kleben;
  • nicht prüfen, ob der Kork bereits vorgeklebt ist;
  • bei vorgeklebtem Kork zusätzlich Kleber auf die Korkseite auftragen;
  • bei nicht vorgeklebtem Kork mit beidseitigem Kontaktkleber nur eine Fläche einstreichen;
  • die vorgeschriebene Wartezeit des Klebers nicht einhalten;
  • den Kork zuschneiden, ohne die endgültigen Maße noch einmal zu kontrollieren;
  • Kontaktkleber zusammenführen, bevor die Position exakt feststeht;
  • den Kork nach der Montage nicht gleichmäßig andrücken.

Häufig gestellte Fragen zum Selbermachen einer Korkwand

Wie kann ich eine große Pinnwand selber machen?

Verwenden Sie Pinnwandkork, der für das Einstecken von Pins geeignet ist. Kleben Sie ihn vollflächig auf einen vorbereiteten Untergrund und wählen Sie die Stärke entsprechend dem Untergrund und den verwendeten Reißzwecken.

Wie kann ich eine leere Wand praktisch nutzen?

Mit Pinnwandkork auf Rolle können Sie einen größeren Wandbereich in eine Memowand verwandeln. Dort lassen sich beispielsweise Notizen, Fotos, Zeichnungen oder Planungen befestigen.

Wie verkleide ich eine große Wand mit möglichst wenigen Übergängen?

Für große Flächen kann Rollenkork praktisch sein. Je nach Rollenbreite entstehen weniger einzelne Fugen als bei vielen kleinen Korkfliesen.

Ist Kork ein Naturmaterial?

Ja. Kork wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen. Je nach Produkt wird das Material anschließend unter anderem geschnitten, granuliert oder zu Platten und Rollen weiterverarbeitet.

Hat Kork dämmende Eigenschaften?

Kork besitzt aufgrund seiner Zellstruktur thermische und akustische Eigenschaften. Die tatsächliche Wirkung einer Korkwand hängt jedoch von Produkt, Materialstärke und gesamtem Wandaufbau ab.

Welcher Kork eignet sich für eine Pinnwand?

Verwenden Sie gezielt Pinnwandkork. Die geeignete Stärke hängt unter anderem von der Beschaffenheit der Wand und von der Länge der verwendeten Pins ab.

Muss Kork vor der Montage akklimatisiert werden?

Ja. Lassen Sie den Kork mindestens 48 Stunden in dem Raum akklimatisieren, in dem er später verarbeitet wird.

Muss der Kleber auf Kork und Wand aufgetragen werden?

Bei nicht vorgeklebtem Kork mit beidseitigem Kontaktkleber ja: Sowohl Kork als auch Untergrund werden vollflächig eingeklebt. Bei vorgeklebtem Kork von KorkOnline ist die Korkseite bereits vorbereitet und Sie tragen nur den mitgelieferten Kleber auf den Untergrund auf.

Wie schneidet man Kork auf Rolle gerade zu?

Markieren Sie die gewünschte Größe, legen Sie eine stabile gerade Leiste an und schneiden Sie den Kork mit einem scharfen Cuttermesser kontrolliert auf einer geeigneten Schneidunterlage.

Kann man eine Korkwand selbst anbringen?

Ja. Mit geeignetem Kork, dem richtigen Kleber und einem gut vorbereiteten Untergrund lässt sich eine Korkwand selbst montieren. Besonders wichtig sind Akklimatisierung, Kleberwahl, exakte Positionierung und gleichmäßiges Andrücken.

Eigene Korkwand planen?

Entdecken Sie Wandkork für dekorative Wandverkleidungen oder wählen Sie Pinnwandkork auf Rolle für eine funktionale Memo- und Pinnwand. Prüfen Sie vor der Montage immer, welcher Kleber zu Kork und Untergrund passt.